neue Sterne

Wie schon im vorigen Beitrag geschrieben, habe ich jede Menge Sterne für den neuen Quilt zu nähen. Hier zeige ich noch ein paar der Sterne:  

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Die Sterne sind natürlich noch nicht ganz fertig. Die Ränder müssen noch geschnitten werden. Dabei ist aufzupassen dass rechte Winkel (90 Grad Winkel) entstehen, sonst können die Blöcke nicht ordentlich zusammengenäht werden.

Insgesamt brauche ich für den Quilt 29 verschiedene Sterne. Ich finde es sehr schön, dass durch die verschiedenen Stoffe, jeder anders wirkt. Da hier nicht so viel Stoff gebraucht wird, können sehr gut Reste verarbeitet werden.

Im nächsten Beitrag werde ich noch weitere Sterne zeigen.

Blazing Stars – eine Variante des 8 zackigen Sterns

Nach längerer Zeit schreibe ich jetzt endlich wieder einen Beitrag. Diesmal geht es um den Blazing Star. Wie schon in der Überschrift zu sehen ist, handelt es sich um eine Variante des Sterns mit 8 Zacken. Er besteht aus 2 oder 3 verschiedenen Stoffen (ohne den äußeren Rand).

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Teile für die Zacken zu schneiden. Ich stelle euch hier eine der Varianten vor, die schnell und recht einfach ist.

Der fertige Stern soll hinterher eine Größe von 9,5 Zoll (inch) haben. Die Nahtzugabe ist 1/4 inch. Daher ist der Block mit Rand jeweils 10 inch lang und breit.

Da dieser Stern aus zwei verschiedenen Stoffen/Farben besteht, schneide ich jetzt jeweils 2 Stoffstreifen mit einer Länge von 21 inch (etwa die halbe Stoffbreite) und einer Breite von 1,5 inch. 

Zwei unterschiedliche Stoffe lege ich rechts auf rechts zusammen, wobei der rechte Rand der oberen Lage um etwa 1,5 inch versetzt ist.

Die beiden Lagen werden zusammengenäht, dann werden die Nahtzugaben auseinander gebügelt.

Jetzt wird im 45 Grad Winkel das Lineal angelegt und mit dem Rollschneider eine gerade Kante geschnitten.

Danach werden die eigentlichen Zackenhälften geschnitten und zwar mit einer Breite von 1,5 inch. Dabei muss sehr genau gearbeitet werden. 

Da Stoff leider die dumme Eigenschaft hat, sich beim Nähen und Bügeln auch mal zu verziehen oder die Naht nicht hundertprozentig gerade verläuft, gibt es hier noch einmal die Möglichkeit kleine Fehler auszubügeln.

Am Ende müssen es 16 Zackenteile sein.

Auf der linken Seite müsst ihr jetzt die Nahtzugabe anzeichnen und zwar an der Naht der beiden verschieden Stoffe. Es ist leichter direkt neben der Naht auf dem helleren Stoff etwa mit einem Bleistift einen kleinen Strich zu machen. Das macht ihr bei allen Teilen. Damit ihr sicher seid, dass die Zacke am Ende auch genauso aussieht, wie ihr sie haben möchtet, legt zwei Teile wie im fertigen Zustand nebeneinander. Dann wisst ihr, auf welcher Seite die Naht verlaufen muss. Bei dem Beispiel hier ist der dunkle Stoff jeweils in den Spitzen der Zacke. 

Dann steckt ihr mit der Stecknadel zwei Teile fest. Ihr nehmt die Stecknadel und stecht von der linken Seite genau an der Stelle ein, wo der Strich die Naht trifft.

Dann nehmt ihr ein weiteres Teil, so dass die rechten Seiten sich hinterher berühren, und steckt die Stecknadel wieder durch den Punkt des zweiten Stoffteils durch.

Dann näht ihr die beiden Teile wieder mit der Nahtzugabe von 1/4 inch zusammen. und bügelt die Nahtzugaben vorsichtig auseinander.

Am Ende habt ihr 8 Zacken des Sterns fertig. Weiter geht es mit den Zusammennähen der 8 Zacken. Das habe ich in einem vorherigen Artikel schon beschrieben. Folgt dem Link hier: Stern mit 8 Zacken

Für meinen neuen Quilt brauche ich eine Menge dieser Sterne. Hier sind die ersten fast fertigen Sterne. Ich schneide sie erst zurecht, wenn ich die anderen Teile für den Quilt komplett habe.

Quilt mit Ohio Stars

Der vierte Quilt ist fertig. Durch die Weihnachtsfeiertage und Ferien hat es ein wenig länger gedauert, da ich dann mit dem Backen von Plätzchen, Geschenke aussuchen und verpacken und vielen anderen weihnachtlichen Dingen beschäftigt war.

Der neue Quilt besteht hauptsächlich aus Ohio Sternen. Wie diese genäht werden, habe ich schon vorher erklärt. Weil die neue Besitzerin der Decke nicht so viel Muster gequiltet haben wollte, habe ich hauptsächlich an den Nähten die Lagen miteinander verbunden (stitch in the ditch). Nur in der Mitte der Sterne und beim Rand durfte ich dann doch ein bisschen mehr machen.

Die Blume in der Mitte der Sterne habe ich mit Hilfe einer Schablone vorgezeichnet und dann genäht. Wie das Quilten mit Schablonen funktioniert, werde ich in einem der nächsten Beiträge genauer erklären.

Vielen Dank an Accuquilt für das Design. Nur die Farben des ursprünglichen Entwurfs habe ich verändert.

Ich hoffe, dass ich dieses Jahr wieder viele Ideen bekomme und wünsche euch, dass eure Werke gelingen.

Ohio Stern / Ohio Star

Da ich in meinem letzten Beitrag über das Viertelquadrat Dreieck geschrieben habe, ist das eine gute Vorbereitung für den Ohio Star. Der kommt in vielen Varianten sehr oft in Quilts vor.

Hier werde ich ein Beispiel erklären: Dafür brauche ich 9 Teile. Der Stern soll hinterher in der fertigen Decke 12″ groß werden. Alle Einzelteile müssen vor dem Nähen 4 1/2″ groß sein (die Nahtzugabe ist hier 1/4″). Bei einer Nahtzugabe von 0,6 cm (0,75 cm) müssen alle Quadrate jeweils um 1,2 cm (1,5 cm) in beiden Richtungen größer sein als im fertigen Werk. Ich brauche also 4 (hier weiße) Quadrate für die äußeren Ecken, ein Quadrat für die Mitte und vier Viertelquadrat Dreiecke. Jetzt werden  die Teile jeweils in Reihen aneinander genäht. Heraus kommt dann folgendes:Bevor weitergenäht wird, werden die Nahtzugaben zur Seite gebügelt. Da es das Zusammenfügen leichter macht, sollten die Nahtzugaben immer weg von den Viertelquadrat Dreiecken gebügelt werden. Jetzt wird das obere und mittlere Teil auf recht aufeinander gelegt. Dabei sollten sich die Nähte genau ineinander schmiegen, da die Nahtzugaben jeweils in die anderen Richtung zeigen. Liegen die Nähte nun genau aufeinander, dann werden sie festgesteckt, damit beim Nähen nichts verrutschen kann. Sind die beiden Teile miteinander verbunden, wird nun die untere Reihe genauso festgesteckt und genäht. Heraus kommt dann schon der fertige Stern.Dann muss nur noch einmal gebügelt werden. Bei empfindlichen oder auch dunklen Stoffen sollte der Stern von der Rückseite gebügelt werden. Damit wird vermieden, dass der Stoff glänzende Stellen bekommt.

Für mein neustes Werk kommt um jeden Ohio Star noch eine Umrandung:

Je nach Laune kann der Stern ganz unterschiedlich sein. In der Mitte kann zum Beispiel der gleiche Stoff benutzt werden, wie im Viertelquadrat Dreieck, oder ihr nehmt den gleichen Stoff wie in den äußeren Ecken. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Viertelquadrat Dreiecke / Quarter-Square Triangles

Da ich mein neues Werk gestartet habe, schreibe ich über Viertelquadrat Dreiecke. Im fertigen Zustand sehen sie so aus:fqst-fertig

Wenn ihr diese Quadrate für eure Patchworkarbeit nähen wollt etwa für einen Ohio-Star, dann müsst ihr natürlich zuerst einmal wissen,wie groß sie im Endzustand sein sollen. Um die Stoffe zu schneiden müsst ihr noch in Abhängigkeit zur Nahtzugabe folgendes dazurechnen:

Nahtzugabe  zur fertigen Größe hinzurechnen
0,6 cm  3,0 cm
0,75 cm  3,7 cm
1/4″  1 1/4″

Wenn ihr also in eurer Patchworkarbeit ein fertiges Quadrat von 3″ haben wollt, müsst ihr ein Quadrat mit 4 1/4″ schneiden. Wenn ihr euch nicht so sicher seid, dass ihr so sauber schneidet und näht, dann könnt ihr die Quadrate auch ein wenig größer machen. Sie müssen aber alle gleich groß sein!fqst-4-teile

Für vier Viertelquadrat-Dreiecke braucht ihr insgesamt vier Quadrate mit der entsprechenden Größe. Bei dem Beispiel sind es 4 Quadrate mit  4 1/4″. Meist sind es 2 bis 3 unterschiedliche Stoffe. Der Stoff, der zweimal vorkommt, ist der Hauptstoff des fertigen Quadrats. Bei diesem Beispiel ist der mit den Sternen.

Nach dem Schneiden legt ihr zwei unterschiedliche Quadrate mit der rechten Seite genau aufeinander und steckt diese fest wie es in dem Bild zu sehen ist. fqst-stecken-1Das macht ihr auch mit den beiden anderen Quadraten.

fqst-stecken

Am besten ihr steckt die Stecknadeln bei kleineren Stücken genauso, wie es hier gezeigt ist. Warum erkläre ich gleich. Nachdem jeweils 2 Teile genau aufeinander liegen, zeichnet ihr eine Linie von einer Ecke quer zur gegenüberliegenden Ecke. Das könnt ihr mit einem Bleistift oder einem auswaschbaren Stift machen. Da ihr nun im Abstand von einer Nahtzugabe neben der Diagonale nähen müsst, könnt ihr entscheiden, ob ihr noch jeweils die beiden Linien oberhalb und unterhalb der Diagonale einzeichnen möchtet oder ihr diese Nähte auch nur mit Hilfe des Nähmaschinenfußes bewältigt.

Dann werden diese beiden Nähte (jeweils im Abstand von eurer gewählten Nahtzugabe) genäht. Jetzt kann es wichtig sein, wie herum ihr die Stecknadeln gesteckt habt. Sind diese zu dicht an der zu nähenden Naht dran, ist es besser wenn die Spitze zum Fuß hin zeigt und ihr die Stecknadel noch herausziehen könnt. Wenn ihr die Nähte geschafft habt, schneidet ihr mit einem Rollschneider genau auf der zuerst gezeichneten Diagonale die Teile auseinander.fqst-schneiden-1Breitet die Stoffe auseinander und bügelt die Nahtzugaben zu einer Seite und zwar zum Hauptstoff hin. fqst-2-teile

Jetzt legt ihr zwei unterschiedliche Quadrate aufeinander und zwar so, dass sich die gleichen  Stoffe gegenüberliegen und die mittleren Nähte genau nebeneinander sind. Wenn die Nahtzugaben jeweils zum Hauptstoff gebügelt sind, greifen die Nähte genau ineinander. Steckt die beiden Quadrate jetzt fest.fqst-stecken-3fqst-stecken-2Dann zeichnet ihr wieder wie vorher eine Diagonal senkrecht zur Nahtlinie ein. Wieder im Nahtzugabenabstand werden die zwei Nähte genäht. Bei der ersten Naht sollte die Nahtzugabe der Nahtlinie zur Nadel der Maschine zeigen. Damit sorgt ihr dafür, dass beim Nähen die Nähte der beiden Lagen durch den Druck zueinander bewegt werden. Näht ihr die erste Naht in die andere Richtung, kann es passieren, dass die Nähte leicht auseinander gedrückt werden. Jetzt schneidet ihr die wieder an der Diagonal zwischen den beiden neuen Nähten zwei Dreiecke.

fqst-schneiden-2

Breitet den Stoff auseinander und fast sind die Quadrate fertig.fqst-schneiden-3Nach dem leichten Bügeln möglichst von der Rückseite, könnt ihr die Quadrate noch ein wenig zurecht schneiden, da durch das Nähen und Bügeln und vielleicht auch, weil ihr die Quadrate zur Sicherheit größer gemacht habt, nicht genau die richtige Größe herauskommt. Denkt daran, dass ihr immer noch die Nahtzugaben für eure Quadrate braucht. Bei meinem Beispiel sollten die fertigen Quadrate 3″ im Patchwork sein, das heißt, dass sie mit den Nahtzugaben 3 1/2″ in sein müssen. Beim Schneiden nutzt beim Quiltlineal die 45° Winkel-Linie. Diese sollte genau auf eine der beiden Diagonalen liegen. Auch muss der Punkt, an dem sich die beiden Nähte treffen, genau in der Mitte sein. Wenn ihr das Lineal entsprechend ausgerichtet habt, könnt ihr den überschüssigen Stoff abschneiden und fertig sind die Viertelquadrat-Dreiecke.

Weihnachten kann kommen

Die nächste Decke ist vollendet. Da Weihnachten nicht mehr weit weg ist, hatte ich die Idee eine Decke zu machen, die unter den Weihnachtsbaum kommen soll. Zuerst habe ich im Internet nach Anleitungen gesucht aber keine gefunden, die mir so richtig gefallen hat. Also habe ich einen eigenen Entwurf erarbeitet. Dazu musste ich die Maße selber berechnen. Die Weihnachtsstoffe habe ich im Internet gefunden. Da es erst meine dritte Quiltarbeit war, habe ich vor einigen Problemen gestanden. Das war zum einen der Stern, der zuerst nicht gelingen wollte. Dazu habe ich schon einen Beitrag geschrieben (hier kommt ihr dahin). Dann war das Vlies ein wenig zu dick, nächstes Mal werde ich sicher ein dünneres nehmen. Das machte das Quilten schwieriger.  Auch kleinere Details sind nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe, aber die errechneten Größen haben alle gepasst. Darüber habe ich mich gefreut. Die kleinen Fehler wird meine Familie beim Auspacken der Geschenke sowieso übersehen  😉 .

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Neue Lektüre

Ich habe vor ein paar Tagen ein wunderschönes Buch mit Bildern von alten Quilts und Anleitungen zu deren Neuinterpretationen geschenkt bekommen. Im Moment hätte ich gerne 24 Stunden pro Tag Zeit, um die ganzen neuen Ideen umzusetzen.handful-of-scraps

Es heißt „Handfuls of Scraps“ und ist von Edyta Sitar. Es zeigt bis zu 200 Jahre alte Arbeiten. Ich würde gerne wissen, wie lange daran genäht wurde! Es gibt ideale Vorschläge, wie die vielen Stoffreste, die von anderen Quilts übrig geblieben sind, in ein wunderschönes Werk zusammengefügt werden können. Dazu gibt die Autorin viele nützliche kleine Hinweise. Das Buch ist in Englisch, aber es ist leicht zu verstehen und hat viele Illustrationen zu den Anleitungen. Ich bin jedenfalls begeistert.

Quilten – mit dem Transportfuß

Nachdem die Patchworkarbeit fertig ist und diese mit der Unterseite und dem Vlies festgesteckt wurde (Anleitung dazu hier), fängt das Quilten an.

Dazu ist es wichtig zu wissen, wieweit die Quiltnähte maximal voneinander entfern sein dürfen. Das hängt vom Volumenvlies ab. Meist steht es auf der Verpackung. Kauft ihr es von der Rolle, dann lasst euch den Maximalabstand vom Verkäufer mitteilen. Sind die Quiltnähte zu weit voneinander entfernt, kann es bei späteren Wäschen zu unschönen Ergebnissen kommen, da das Vlies dann nicht mehr eben ist, sondern sich  Klumpen bilden. Der Quilt ist dann nur noch in seltenen Fällen rettbar.

Es gibt verschieden Möglichkeiten dafür, wie ihr die Lagen zusammenbekommt. Ihr könnt Freihand quilten. Das ist sowohl mit verschiedenen Schablonen oder aufgezeichneten Mustern möglich oder mit Formen und Motiven, die ihr einfach so „aufzeichnet“. Dazu gibt es in einem späteren Beitrag noch mehr.

Dann gibt es das Quilten mit dem Obertransportfuß (walking foot). Zum einen könnt ihr ihn benutzen, falls ihr die Lagen vor dem Freihandquilten sichern wollt. Das ist besonders dann nötig, wenn die Abstände der Muster zueinander sehr groß sind, der Stoff sehr leicht verrutschen kann oder ihr zum Anfang noch lieber ein paar einfache Nähte machen wollt, die schon einmal die Arbeit absichern Der Fuß sorgt dafür dass nicht nur der untere Stoff der drei Lagen transportiert wird sondern in gleichen Maße auch der Oberstoff.

obertransportfuss

Der vorherige Fuß wird ausgebaut und dieser Fuß eingebaut, dabei müsst ihr aufpassen, dass der kleine Greifer in die Stange, die auch die Nadel hält, fasst.

walking-foot-eingebaut

Ihr braucht dazu noch eine geeignete Nähmaschinennadel. Es gibt spezielle Quiltnadeln. Die sind spitzer als Allzwecknadeln, da sie durch sehr viel Material müssen. Wenn ihr die Nähte an der Oberseite nicht sehen wollt, dann könnt ihr durchsichtiges Nähgarn benutzen. Ich selbst habe gute Erfahrung mit Mettler transfil gemacht. Macht zuerst eine Probe mit Restmaterial (sollten unbedingt die gleichen Stoffe sein), um zu sehen, ob die Fadenspannung stimmt, und ob Garne und Nadel zueinander passen.

durchsichtiges-naehgarn

Sicherungsnähte werden genau im Nahtschatten des Patchworkoberteils gesetzt (stitch in the ditch). Wichtig ist, dass ihr die Nähte von innen nach außen näht. So könnt ihr das Problem umgehen, dass sich kleine Falten an den angrenzenden Nähten bilden. Der Anfang ist in etwa genauso wie das Setzen der Sicherheitsnadeln. Fangt in der Mitte der Arbeit an und näht genau auf der Naht. Falls ihr ein wenig verrutscht, ist das auch nicht weiter schlimm. So genau sieht sich keiner die Stiche an.sicherungsnaehte

Alle weiteren Nähte werden dann jeweils in den meist durchgehenden Hauptnähten gemacht (wo die Blöcke zusammengenäht wurden, falls vorhanden).

Natürlich könnt ihr das Nähen mit dem Obertransportfuß auch benutzen, wenn ihr kein Freihandquilten einsetzt. Dann könnt ihr die Methode wie bei den Sicherungsnähten ausführen (maximaler Abstand der Nähte für euer Vlies berücksichtigen), oder aber ihr nutzt ihn, um Muster mit geraden Linien zu kreieren. Dazu könnt ihr dann auch anderes Garn aussuchen, dass optisch zu eurem Quilt passt. Eine weitere Methode ist das parallele Nähen in regelmäßigen Abständen zueinander. Das ergibt dann ein wenig den Effekt wie bei einer Steppdecke. Dazu gibt es für die meisten Maschinen geeignetes Zubehör wie im Bild unten zu sehen ist.

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Ihr könnt auch die parallele Linien mit einem wasserlöslichen Stift oder Kreide aufzeichnen oder Kreppband kleben, so dass ihr an dessem Rand näht. Die letzte Methode ist schwieriger, da das Band schnell mit festgenäht wird. Das Kreppband solltet ihr nicht zu lange auf eurem Stoff lassen, sonst bleiben Klebereste haften.

der zweite Quilt ist fertig

Wie der Titel schon sagt, habe ich den zweiten Quilt fertiggestellt. Er kommt auf das Bett meiner zweiten Tochter, die sich schon riesig gefreut hat, dass sie sich heute Abend damit einkuscheln kann. Sie durfte sich neben dem Top auch aussuchen, wie ich das große Teil quilte. Neben den Sicherungsnähten an den Quer- und Längslinien, hat sie sich eine Schablone mit einem schönen Muster für die 30 Blöcke ausgesucht. Die Ränder habe ich durch Freihandquilten mit Blumen und Schlingen verziert.

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Das Quilten ging diesmal viel schneller als beim ersten Mal. Ich kann jedem Anfänger nur raten viel zu üben, bevor es an das eigentliche Werk geht. Es zahlt sich aus. Es macht so viel Spaß, wenn es dann wirklich klappt, und nichts ist frustrierender, als die Nähte wieder aufmachen zu müssen. Natürlich habe ich auch Fehler bei diesem Quilt gemacht und einiges dazugelernt. Es ist schließlich auch erst mein zweiter Quilt und reine Handarbeit. Da muss nicht alles perfekt sein.

Die nächste Arbeit habe ich schon angefangen, wie ich in meinem vorherigen Beitrag geschrieben habe. Die Weihnachtsbaumdecke muss, das versteht sich von selbst, bis Weihnachten fertig werden. Dazu gibt es in der nächsten Zeit noch mehr zu lesen.